Präsentieren das Start-Up Village Tullnerfeld (v.l.n.r.): Cyan Cycle-Gründerin Anna Buchner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, accent Projektleiterin Julia Uhlik und NOSI-Gründer Patrik Aspermair. Copyright: NLK Pfeiffer

Start-up Village Tullnerfeld: Innovationsmotor für den ländlichen Raum

Ein europäisches Vorzeigeprojekt für nachhaltige Technologien und internationale Vernetzung

Tulln, 17.3.2025 – Mit dem Start-up Village Tullnerfeld setzt Niederösterreich ein klares Zeichen für die Stärkung von Innovation und Unternehmertum in wirtschaftlich benachteiligten Regionen. Das Label "Start-up Village" wird vom accent Inkubator kuratiert und der accent Makerspace dient als Dreh- und Angelpunkt für nachhaltige Innovation. Die Region ist eine von nur drei im deutschsprachigen Raum, die das Label Start-up Village erhalten haben, und Teil der europäischen Initiative "Research and Innovation for Rural Communities". Ziel ist es, ländliche Regionen durch Forschung, Wissenschaft und neue Geschäftsmodelle nachhaltig zu entwickeln.

Johanna Mikl-Leitner betonte die Bedeutung dieses Projekts für die Zukunft Niederösterreichs: "Unser Wohlstand basiert auf Innovation, Fortschritt und Unternehmertum. Mit dem Start-up Village Tullnerfeld beweisen wir, dass hochqualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung nicht nur in urbanen Zentren, sondern auch in ländlichen Regionen entstehen können. Hier schaffen wir bestmögliche Bedingungen für Start-ups, um innovative Technologien und nachhaltige Lösungen zu entwickeln."

Der Fokus des Start-up Village Tullnerfeld liegt auf nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen im Bereich Klima und Energie. Zu den aktuellen Start-ups zählen unter anderem Cyan Cycle, das innovative Lösungen für nachhaltige Technologien im Bereich CO2 Recycling und Biomasse vorantreibt, und NOSI, das hochsensitive und skalierbare Geruchssensoren für Anwendungen in Lebensmittelqualität, Umweltüberwachung und Gesundheitsdiagnostik entwickelt. Anna Buchner, Gründerin von Cyan Cycle betont: "Unsere Vision einer nachhaltigen CO₂-Reduktion und Biomasseproduktion erfordert eine flexible Infrastruktur, in der wir unsere Technologie eigenständig weiterentwickeln können. Der Support und die Community im accent Makerspace bieten uns genau dieses dynamische Umfeld. Durch das vorhandene Raumangebot können wir die Funktionalität und Effizienz unserer Technologie vorantreiben und schrittweise für größere Anwendungen skalieren."

Patrik Aspermair, Gründer von NOSI hebt die Bedeutung der regionalen Vernetzung hervor: Im Vergleich zu Wien bietet das Tullnerfeld eindeutig eine ruhigere und fokussiertere Atmosphäre, die es uns erlaubt, uns voll und ganz auf unsere Technologie zu konzentrieren. Zudem profitieren wir von den Humanressourcen für unseren Teamaufbau und von der Nähe zu wichtigen Industriepartnern und Bedarfsträgern, etwa in den Bereichen Gesundheit und Hotellerie. In der regionalen Vernetzung begegnen uns immer wieder extrem spannende Gesprächspartner, und die Wege sind kurz.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Rundgang durch den Makerspace mit Patrik Aspermair. Copyright: NLK Pfeiffer
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Rundgang durch den Makerspace mit Patrik Aspermair. Copyright: NLK Pfeiffer

Wolfgang Kniejski vom EIT Manufacturing hebt die Bedeutung von Innovationsstrategien für die regionale Entwicklung hervor: "Die EIT Manufacturing East GmbH fördert Unternehmertum, Innovation und Bildung für den europäischen Produktionssektor und bringt Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen – von kleinen Unternehmen bis hin zu Konzernen sowie akademischen und Forschungseinrichtungen. Es ist entscheidend, Innovationsstrategien gezielt für die Regionalentwicklung einzusetzen und Pilotprojekte vor Ort umzusetzen. Deshalb engagieren wir uns auch im Projekt Twin City Future Innovation Manufacturing Hub, um das bestehende Potenzial für die regionale sozio-ökonomische Entwicklung zu stärken."

Die Entwicklung des Start-up Village Tullnerfeld wurde maßgeblich durch das Land Niederösterreich unterstützt. Seit 2021 wurde die ehemalige Landwirtschaftliche Fachschule Tulln revitalisiert, um auf 5 Hektar Co-Working-Spaces, Labore, Werkstätten und Demonstrationshallen bereitzustellen. Christoph Reiter-Havlicek, Leiter der Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, erklärt: „Mit der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule Tulln stellen wir ein einzigartiges Areal im ursprünglichen Zustand für den unmittelbaren Einsatz für die Entwicklung nachhaltiger, innovativer Produkte gemeinsam mit dem Inkubator accent zur Verfügung. Das schafft Innovation und eine WIN-WIN Situation für uns als Liegenschaftsmanagement und für die Innovatoren im Agrar- bzw. Biotechnologie Bereich“

Das Start-up Village Tullnerfeld ist ein langfristiger Entwicklungsprozess, bei dem die gesamte Region von Innovation und Unternehmertum profitiert. Der accent Makerspace spielt dabei eine zentrale Rolle als Treiber für die Start-ups aus der Region. „accent kuratiert von hier aus das Label und unterstützt aktiv die Weiterentwicklung dieses Innovationsökosystems. „Auch in Zukunft soll die enge Zusammenarbeit zwischen Gründerinnen und Gründern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter ausgebaut werden, erklärt Johanna Mikl-Leitner.“ Zudem wird die stärkere Einbindung des benachbarten Hauses der Digitalisierung und des Technopol Tulln dazu beitragen, die Innovationskraft der Region weiter zu steigern und nachhaltige wirtschaftliche Impulse zu setzen“. So wird sichergestellt, dass dieses Village weiterwächst und sich als europaweites Vorzeigemodell für Innovation in ländlichen Regionen etabliert.

Präsentieren das Start-Up Village Tullnerfeld (v.l.n.r.): Cyan Cycle-Gründerin Anna Buchner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, accent Projektleiterin Julia Uhlik und NOSI-Gründer Patrik Aspermair. Copyright: NLK Pfeiffer
Präsentieren das Start-Up Village Tullnerfeld (v.l.n.r.): Cyan Cycle-Gründerin Anna Buchner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, accent Projektleiterin Julia Uhlik und NOSI-Gründer Patrik Aspermair. Copyright: NLK Pfeiffer

Rückfragen:

accent Inkubator GmbH, Beatrice Weisgram, Tel.: 0676/83086310, weisgram@tecnet.at